Prozessor Rangliste für Desktop-CPUs von Intel

Die Intel Corporation (Intel steht für Integrated electronics) steht für schnelle Prozessoren, Marktführerschaft, Innovationen. Lange Zeit stand Intel aber auch für hohe Preise, kompromissloses Marketing und die eine oder andere Fehleinschätzung des Marktes. Aktuell dominieren Intels Core-Prozessoren den Markt. Die erste Core-Generation stammte direkt von den erfolgreichen Notebook-Prozessoren Pentium M ab. Intel löste mit dem Markennamen Core nicht nur die berühmte Marke Pentium ab sondern verabschiedete sich auch von der wenig erfolgreichen Netburst-Architektur, die im Pentium 4 für hohe Temperaturen, viel Stromverbrauch und einen schlechten Ruf der Intel-CPUs sorgte. Mit der zweiten Core-Generation namens Core2 konnte Intel dann den Desktop-Markt für sich gewinnen. Galt AMD einige Jahre dank Athlon, Athlon XP und Athlon 64 als Favorit auf dem Desktop-Markt, gelang Intel mit dem Core2 die fulminante Rückkehr in die Herzen der PC-Nutzer. Die Doppelkern-Prozessoren Core2Duo benötigten vergleichsweise wenig Energie und verfügten über eine hohe Leistung pro Taktschritt - das Pentium4-Desaster war vergessen. Es folgte der Core2Quad als erster Intel-Quadcore-Prozessor für den Heimanwender.

Rang Bezeichnung Architektur Fertigung Kerne/Threads Takt(Turbo) Integr. Grafik Leistungsaufnahme (TDP) Sockel Amazon Alternate
1 Core i7-3960X Sandy Bridge E 32 nm 6 Kerne / 12 Threads 3,30 / 3,90 Ghz Keine 130 Watt LGA2011 günstig kaufen! günstig kaufen!
2 Core i7-3930K Sandy Bridge E 32 nm 6 Kerne / 12 Threads 3,20 / 3,80 Ghz Keine 130 Watt LGA2011 günstig kaufen! günstig kaufen!
3 Core i7-3770K Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 8 Threads 3,50 / 3,90 Ghz HD 4000 77 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
4 Core i7-3770 Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 8 Threads 3,40 / 3,90 Ghz HD 4000 77 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
5 Core i7-3820 Sandy Bridge E 32 nm 4 Kerne / 8 Threads 3,60 / 3,90 Ghz Keine 130 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
6 Core i7-2700K Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 8 Threads 3,50 / 3,90 Ghz HD 3000 95 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
7 Core i7-2600K Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 8 Threads 3,40 / 3,80 Ghz HD 3000 95 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
8 Core i7-2600 Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 8 Threads 3,40 / 3,80 Ghz HD 3000 95 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
9 Core i5-3570K Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,40 / 3,80 Ghz HD 4000 77 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
10 Core i5-3570 Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,40 / 3,80 Ghz HD 2500 77 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
11 Core i5-3550 Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,3 / 3,7 Ghz HD 2500 77 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
12 Core i5-3470 Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,2 / 3,6 Ghz HD 2500 77 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
13 Core i5-2550K Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,40 / 3,80 Ghz Keine 95 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
14 Core i5-3450 Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,1 / 3,5 Ghz HD 2500 77 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
15 Core i5-2500 Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,3 / 3,7 Ghz HD 2000 95 Watt LGA1155 günstig kaufen! günstig kaufen!
16 Core i5-3350P Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,1 / 3,3 Ghz Keine 69 Watt LGA1155 günstig kaufen!
17 Core i5-2450P Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,2 / 3,5 Ghz Keine 95 Watt LGA1155 günstig kaufen!
18 Core i5-3475S Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 4 Threads 2,9 / 3,6 Ghz HD 4000 65 Watt LGA1155
19 Core i5-2400 Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,1 / 3,4 Ghz HD 2000 95 Watt LGA1155
20 Core i5-3470S Ivy Bridge 22 nm 4 Kerne / 4 Threads 2,9 / 3,6 Ghz HD 2500 65 Watt LGA1155
21 Core i5-2320 Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,0 / 3,3 Ghz HD 2000 95 Watt LGA1155
22 Core i5-2310 Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 4 Threads 2,9 /3,2 Ghz HD 2000 95 Watt LGA1155
23 Core i5-2300 Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 4 Threads 2,8 / 3,1 Ghz HD 2000 95 Watt LGA1155
24 Core i3-3240 Ivy Bridge 22 nm 2 Kerne / 4 Threads 3,4 Ghz HD 2500 55 Watt LGA1155 günstig kaufen!
25 Core i5-2400S Sandy Bridge 32 nm 4 Kerne / 4 Threads 2,5 / 3,3 Ghz HD 2000 65 Watt LGA1155


Für wen eignet sich ein Intel Core-i3 Prozessor?


Bekannter aus aktueller Sicht sind jedoch die Core-i-Prozessoren, als Nachfolge der Core2-CPUs ab Ende 2008 auf den Markt gebracht. Bereits die ersten Core-i mit dem Codenamen Nehalem konnten AMDs Konkurrenz-CPUs Paroli bieten, einen noch grö&eren Popularitäts- und Leistungsschub konnte jedoch im Jahr 2011 die Sandy-Bridge-Architektur für sich verbuchen.

Damit beginnen dann auch die Empfehlungen für Desktop-CPUs mit Intel-Innenleben. Zwar werden viele Sandy-Bridge-CPUs nicht mehr gefertigt, sie finden sich aber noch immer in den Angeboten der PC-Händler.

Wer seinen PC nur zum Arbeiten mit Office, Internet, Banking und gelegentlich einmal einer Bildbearbeitung benötigt, wird mit einem Core-i3 durchaus glücklich. Diese CPUs, mit Sandy-Bridge-Innenleben verfügen sie über eine 2000er-CPU-Bezeichnung, mit Ivy-Bridge-Technik werden sie als 3000er verkauft, nutzen zwei Rechenkerne und beherrschen Intels Hyperthreading-Technologie. Hyperthreading, HT abgekürzt, gaukelt dem Betriebssystem pro Rechenkern zwei Kerne vor - was aufgrund einiger Optimierungen im Prozessor für eine bessere Auslastung der CPU und im Endeffekt bis zu 20% mehr Leistung bei vielen Anwendungen sorgt. Noch etwas langsamer und ohne Hyperthreading kommt der preiswertere Pentium daher, für Büro-Rechner eignen sich diese CPUs aber ebenfalls.

Nicht integriert ist im Core-i3 hingegen Intels Turbo-Technologie mit der die CPU die Taktfrequenz anhebt sobald nicht alle Kerne ausgelastet sind. Bei Sandy- und Ivy-Bridge ist dafür in fast jedem Prozessor eine für Büroaufgaben ausreichend schnelle Grafikeinheit integriert.

Wer sollte besser einen Intel Core-i5 oder i7 kaufen?


Turbo-Funktionen beherrschen Intels Core-i5, welches es primär als Vierkern-Prozessoren zu erwerben gibt - vier echte Kerne, auf Hyperthreading muss allerdings verzichtet werden. Die Mehrleistung kommt vor allem leistungshungrigen Anwendungen wie Videoschnitt- oder Grafikbearbeitungsprogrammen zugute. Auch Computerspiele profitieren teils stark von der Mehrleistung. Dank der Turbo-Fähigkeiten takten i5-CPUs um mehrere hundert Megahertz hoch, sobald nicht alle Kerne belastet sind und die Energieaufnahme der CPU noch nicht über dem von Intel festgesetzten Limit liegt. Diese TDP liegt bei i5 der Sandy-Bridge-Reihe bei 95 Watt, Ivy Bridge kommt auf nur noch 77 Watt.

Beide Leistungsverbesserer, Hyperthreading und Turbo sowie vier echte Rechenkerne, kann Intel Core i7 nutzen. Entsprechend eignen sich Core-i7-CPUs perfekt für leistungshungrige Rechner, vor allem wenn die genutzten Programme viele Rechenkerne auslasten können - davon stehen dank HT-Trick schlie&lich acht virtuelle (vier echte) zur Verfügung. Auch eine integrierte Grafikeinheit bieten Core-i7-CPUs.

Welche Intel Prozessoren eignen sich zum übertakten?


Eine Besonderheit sind die "K"-Modelle sowohl bei Sandy- als auch bei Ivy-Bridge. "K" kennzeichnet einen offenen Multiplikator, was sich allerdings nur für übertakter positiv auswirkt - diese können die Prozessoren problemlos deutlich höher takten und damit schneller rechnen lassen. Wer keinen Wert auf übertaktung legt, kann auch ein "nicht-K"-Modell kaufen. Einen weiteren Anreiz gibt Intel den Desktop-Modellen mit dem "K"-Kürzel allerdings mit: Während die Notebook-Versionen der Core-i-CPUs allesamt auf Intels schnellste integrierte Grafik - HD3000 bei Sandy Bridge, HD4000 bei Ivy Bridge - zurückgreifen, sind die schnellen Versionen nur den K-Modellen vorbehalten. Die Standard-Prozessoren nutzen die deutlich langsamere HD2000 respektive HD2500. Der Unterschied macht sich auch bei nicht- spielerischen Anwendungen wie Videoschnitt bemerkbar. In der Grafikeinheit steckt nämlich auch eine Einheit zum Umwandeln von Videoformaten - und diese arbeitet bei den schnelleren iGPUs deutlich flotter als bei den langsameren. Sollen also viele Videos von einem Format in ein anderes umgewandelt werden, lohnt sich der Kauf der kaum teureren K-Prozessoren durchaus. Aktuell ist bereits die dritte Generation der Core-i-CPUs mit dem Codenamen Ivy Bridge. Im Gegensatz zur Sandy Bridge genannten zweiten Generation wurde bei Ivy Bridge der Fertigungsprozess optimiert, was zu deutlich geringeren Energieaufnahmen unter Last führte. Kleinere Verbesserungen im Prozessor sorgen für eine etwas bessere Leistung bei gleichem Takt, grö&ere änderungen bei der integrierten Grafikeinheit sorgen für mehr 3D-Leistung und bessere Werte beim Umwandeln von Videos. Der Stromverbrauch sinkt bei der dritten Generation im Vergleich zur zweiten von 95 Watt auf 77 Watt für die Highend-Modelle der Core-i5- und Core-i7-Serien. Im Alltag interessant sind diese Maximalwerte indes kaum, hier sind die Idle-Werte spannender - und diese sind kaum gesunken. Strom sparen lässt sich mit Ivy Bridge also nur, wenn die CPU oft voll ausgelastet wird. Dennoch sollte ein aktueller i-Prozessor bei einem Neukauf einem älteren Modell vorgezogen werden - die leicht besseren Leistungswerte und vor allem der identische Preis gegenüber den Vorgängermodellen sprechen für sich.

Prozessor Rangliste für Desktop-CPUs von AMD


Der ewige Zweite im Kampf um Marktanteile bei den Desktop-CPUs ist AMD schon seit vielen Jahren. Das deutlich geringere Entwicklungsbudget des 1969 gegründeten Unternehmens sorgt allerdings vor allem aktuell für einen technischen Rückstand gegenüber Intel. Zwischenzeitlich gelang AMD mit dem Athlon und dem Athlon 64 allerdings, Intel die Technologie-Führerschaft für einige Jahre nicht nur streitig zu machen sondern den Konkurrenten sogar klar zu übertrumpfen.

Rang Bezeichnung Architektur Fertigung Kerne/Threads Takt(Turbo) Integr. Grafik Leistungsaufnahme (TDP) Sockel Amazon
1 FX-8150 Bulldozer 32 nm 4 Module / 8 Threads 3,60 / 4,20 Ghz Keine 125 Watt AM3+ günstig kaufen!
2 Phenom II X6 1100T Thuban 45 nm 6 Kerne / 6 Threads 3,3 / 3,7 Ghz Keine 125 Watt AM3 günstig kaufen!
3 Phenom II X6 1090T Thuban 45 nm 6 kerne / 6 Threads 3,2 / 3,6 Ghz Keine 125 Watt AM3 günstig kaufen!
4 FX-8120 Bulldozer 32 nm 4 Module / 8 Threads 3,1 / 4,0 Ghz Keine 125 / 95 Watt AM3+ günstig kaufen!
5 Phenom II X6 1075T Thuban 45 nm 6 Kerne / 6 Threads 3,0 / 3,5 Ghz Keine 125 Watt AM3  
6 Phenom II X6 1065T Thuban 45 nm 6 Kerne / 6 Threads 2,9 / 2,4 Ghz Keine 95 Watt AM3
7 FX-6200 Bulldozer 32 nm 3 Module / 6 Threads 3,8 / 4,1 Ghz Keine 125 Watt AM3+ günstig kaufen!
8 Phenom II X6 1055T Thuban 45 nm 6 Kerne / 6 Threads 2,8 / 3,3 Ghz Keine 95 Watt AM3
9 FX-8100 Bulldozer 32 nm 4 Module / 8 Threads 2,8 /3,7 Ghz Keine 95 Watt AM3+
10 Phenom II X4 980 Deneb 45 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,70 Ghz Keine 125 Watt AM3+
11 Phenom II X4 975 Deneb 45 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,60 Ghz Keine 125 Watt AM3
12 FX-6100 Bulldozer 32 nm 3 Module / 6 Threads 3,3 / 3,9 Ghz Keine 95 Watt AM3+
13 Phenom II X4 970 Deneb 45 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,50 Ghz Keine 125 Watt AM3
14 FX-4170 Bulldozer 32 nm 2 Module / 4 Threads 4,2 / 4,3 Ghz Keine 125 Watt AM3+
15 Phenom II X4 965 Deneb 45 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,40 Ghz Keine 125 Watt AM3 günstig kaufen!
15 Phenom II X6 1045T Thuban 45 nm 6 Kerne / 6 Threads 2,70 / 3,2 Ghz Keine 95 Watt AM3 günstig kaufen!
16 Phenom II X4 960T Thuban 45 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,0 / 3,4 Ghz Keine 95 Watt AM3
17 Phenom II X6 1035T Thuban 45 nm 6 Kerne / 6 Threads 2,6 / 3,1 Ghz Keine 95 Watt AM3
18 FX-4130 Bulldozer 32 nm 2 Module / 4 Threads 3,8 / 3,9 Ghz Keine 125 Watt AM3+
19 Phenom II X4 955 Deneb 45 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,2 Ghz Keine 125 Watt AM3
20 FX-4100 Bulldozer 32 nm 2 Module / 4 Threads 3,6 / 3,8 Ghz Keine 95 Watt AM3
21 Phenom II X4 945 Deneb 45 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,0 Ghz Keine 95 Watt AM3
22 A10-5800K Trinity 32 nm 2 Module / 4 Threads 3,8 / 4,2 Ghz HD7660D 100 Watt FM2
23 A10-5600K Trinity 32 nm 2 Module / 4 Threads 3,6 / 3,9 Ghz HD7560D 100 Watt FM2
24 A10-5700 Trinity 32 nm 2 Module / 4 Threads 3,4 / 4,0 Ghz HD7660D 65 Watt FM2
25 A8-3870K Llano 45 nm 4 Kerne / 4 Threads 3,0 Ghz HD6550D 100 Watt FM1


Doch auch wenn AMD weder beim Fertigungsprozess noch beim Innenleben der CPUs mit Intel gänzlich mithalten kann, wirklich schlecht sind die aktuellen AMD-CPUs absolut nicht. Das Unternehmen bietet für jeden Einsatzbereich entsprechende Prozessoren an - vom Office-PC bis hin zum leistungsstarken Gaming- oder Videoschnitt-Rechner lässt sich so jedes System adäquat bestücken. Größter Vorteil bei vielen AMD-CPUs ist dabei der Preis: Lange Zeit galt bei AMD das Motto, immer 20% günstiger als vergleichbare Intel-CPUs zu sein. Inzwischen hat Intel zwar die Hochpreis-Politik vergangener Jahre beendet und AMD vor allem im Highend-Segment nicht mehr so wirklich die passenden Gegenspieler - viel Leistung für wenig Geld bieten AMD-Prozessoren aber weiterhin. Und Lokalpatrioten freuen sich ebenfalls: AMD entwickelt unter anderem in Dresden, wo einige der wichtigsten Technologien aktueller AMD-Prozessoren erforscht wurden.

Besonderes Augenmerk legt AMD aktuell nicht mehr auf die schnellsten Luxus-Prozessoren sondern auf sogenannte APUs. Diese Accelerated Processing Units vereinen sowohl einen für die meisten Anwendungen ausreichend schnellen Prozessorteil als auch eine vergleichsweise flotte Grafikeinheit. So benötigt ein von einer APU angetriebener Rechner keine zusätzliche Grafikkarte und kann die GPU-Funktionen sogar nutzen, um Anwendungsprogramme zusätzlich zu beschleunigen. Das funktioniert mittels der frei programmierbaren Shadereinheiten der Grafikeinheit - diese lassen sich in einigen Anwendungsbereichen deutlich effizienter nutzen als die universellen aber dafür unflexiblen x86-Rechenkerne der CPU. Vor allem gut parallelisierbare Aufgaben wie die Umwandlung von Videos in verschiedene Formate profitieren von der Berechnung auf der GPU.

Zwar bietet Intel mit den aktuellen Core-i-Prozessoren ebenfalls eine integrierte Grafikeinheit, diese kann aber weder im Funktionsumfang noch bei der Geschwindigkeit mit der GPU in AMDs APUs mithalten. Auch bei der Treiberentwicklung ist bei Intel ein gewisser Rückstand zu bemerken während AMD von der übernahme des Grafikchipherstellers ATI vor einigen Jahren profitiert.

Welche AMD Prozessoren eignen sich besonders für Office-PCs?


APUs A4 bis A10 und Athlon II: Für günstige aber ausreichend leistungsfähige Bürorechner eignen sich die APUs der Baureihen Llano und Trinity perfekt. Eine zusätzliche Grafikkarte wird in solchen Rechnern nicht mehr benötigt, da die GPU direkt neben den Prozessorkernen sitzt - das spart Geld und bietet ausreichend Leistung, um unter anderem Videos hardwarebeschleunigt umwandeln zu können oder um gelegentlich ein 3D-Spiel zu spielen. Auch HD-Videos werden so beschleunigt - der Rechner benötigt durch die geringere CPU-Belastung sogar weniger Strom.

Llano, AMDs erste APU-Generation für den Desktop, nutzte noch die Rechenkerne der älteren Athlon II, so dass die Leistung der älteren Office-CPUs Athlon II direkt mit der eines Llano-Prozessors vergleichbar war. Einige der APUs wurden und werden sogar mit deaktivierter Grafikeinheit angeboten. Die neueren APUs stammen aus der Trinity-Serie, sie zeichnen sich durch eine höhere Modellnummer aus und setzen auf ein komplett neues Innenleben. Die nun zum Einsatz kommende Piledriver-Architektur für die Prozessorkerne bringt etwas mehr Leistung gegenüber den Vorgängermodellen, hilft aber leider nicht beim Energiesparen. Ein neu hinzugekommener Turbo-Modus taktet den Prozessor automatisch hoch, sobald nicht alle Rechenkerne ausgelastet sind. Auch die Grafikeinheit wurde optimiert und liefert gegenüber Llano mehr Leistung. Bei Preisen von etwa 110 Euro selbst für die Trinity-Topmodelle bietet AMD in diesem Bereich viel Performance fürs Geld - Intels konkurrierender Core-i3 benötigt allerdings bei etwas höherer CPU-Leistung deutlich weniger Energie unter Last - 55 Watt stehen hier den 100 Watt der AMD-Prozessoren gegenüber. Dafür beschleunigt AMDs A10-5800K, das Trinity-Topmodell, auch 3D-Spiele mit passabler Geschwindigkeit.

Allerdings erfordern sowohl Llano als auch Trinity Mainboards mit eigenen Sockeln - FM1 und FM2. Wer ein älteres AMD-System mit dem Sockel AM3 aufrüsten möchte, muss zu anderen CPUs greifen.

Welche AMD Prozessoren eignen sich besonders für Gamer?



Mit dem Phenom II bietet AMD aber auch für AM3 noch empfehlenswerte Prozessoren an. Diese besitzen zwar keine Grafikeinheit, liefern dafür aber etwas mehr Rechenleistung im CPU-Part. Bis zu 6 vollwertige Rechenkerne bieten Prozessoren wie der Phenom II x6 bei Taktraten von mehr als 3 Gigahertz. Vor allem bei Videobearbeitung und anspruchsvollen Grafikprogrammen zeigen sich die zusätzlichen Rechenkerne als willkommener Beschleunigungsfaktor.

Speziell für moderne Anwendungen mit hoher Parallelisierbarkeit hat AMD allerdings die auf der Bulldozer-Architektur basierenden FX-Prozessoren entwickelt. Diese kommen in Modulbauweise daher - wobei jedes Modul zwei "beinahe-Rechenkerne" enthält, die sich einige Ausführungseinheiten teilen müssen. Zwar bezeichnet AMD einen FX-Prozessor mit vier Modulen als Achtkern-CPU, die Leistung eines vollwertigen Achtkerners erbringen diese Prozessoren allerdings nicht. Das sorgte vor allem zu Release für einige Enttäuschungen unter den Käufern. Dabei ist die Rechenleistung der FX-CPUs so schlecht nicht - die Prozessoren brauchen nur leider für die Leistung zu viel Energie. Für Videoschnitt und Datenbankanwendungen sowie wissenschaftliche Berechnungen eignen sich die FX-CPUs jedoch hervorragend. Dazu kommt das mittlerweile sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit den überarbeiteten FX-CPUs der Piledriver- Generation konnte AMD zudem den Energiebedarf bei gesteigerter Rechenleistung etwas senken.